Geschichte

Geschichte unseres Vereins

 

Die Jahre des Ersten Weltkrieges, insbesondere das letzte Kriegsjahr mit seiner bösen Grippenzeit, halfen dem Gedanken, auch in Wiesendangen einen Samariterverein zu gründen. Wegen Ausbruch der Grippen-Epidemie (Spanische Grippe) und allgemeinem Versammlungsverbot konnte der im September 1918 geplante Kurs erst im Oktober 1919 durchgeführt werden. Unter der Leitung vom damaligen Dorfarzt Dr. Blattner sowie zwei Hilfslehrern vom Samariterverein Winterthur, fand sich eine stattliche Anzahl von 40 Personen zum ersten Kurs ein.

Die offizielle Gründung erfolgte am 7.12.1919

 

In den Kriegsjahren 1935-1944 übernahmen die Mitglieder des Vereins zusätzlich Verantwortung. Im Dorf zogen viele internierte Soldaten ein; es mussten Krankenzimmer bereitgestellt werden.

Auch wurden Sammlungen für Kriegsopfer durchgeführt.

Während diesen Jahren leisteten ca. 10 Samariterinnen freiwilligen Dienst in den schweizerischen Militär-Sanitäts-Anstalten.

Doch auch in diesen Jahren kamen fröhliche Stunden nicht zu kurz; legendär ist der Aufstieg zum Sustenhorn auf 3504m am Seil, unter der Leitung von Willy Hablützel und Heinrich Peter.

 

1944 zog das Ehepaar Dr. Stiefel-Drack ins Doktorhaus. Sie unter-stützten den Verein mit Kursen, Vorträgen und Ratschlägen bis zu ihrer Pensionierung.

 

Am 24.2.1945 feierte der Verein das 25jährige Jubiläum im Restaurant Kreuzstrasse. Viele Vereinsgründer waren anwesend. Das Theater „die Aehrenleserin“ wurde von den Mitgliedern aufgeführt und es wurde eine Bilderfolge vom Barmherzigen Samariter zur Darstellung gebracht.

Da Kurse in Attikon durchgeführt wurden, konnte der Verein neue Mitglieder aus den Nachbardörfern Rickenbach, Sulz und Gundetswil aufnehmen.1945 beschloss die Generalversammlung, den Vereins-namen auf „Samariterverein Wiesendangen und Umgebung“ zu erweitern.

In den Nachkriegsjahren folgte eine immer hektischer werdende Zeit mit Umbruch und Neuerungen. Der Gründer-Präsident Heinrich Schwyn amtete volle 22 Jahre. Heinrich Peter löste den Gründer als Präsident ab und führte den Verein 9 Jahre lang. 1951 übergab Heinrich Peter das Amt an Robert Neracher. Unter seiner Leitung führte der Verein erstmals die Kantonale Delegiertenversammlung durch, und zwar am 26.4.1953.

In diesen Jahren führten Armin Kindhauser und Bethli Hartmann als Lehrkräfte den Verein. Anni Ritzmann leitete während 8 Jahren das Präsidium und bildete sich zudem zur Hilfslehrerin aus. Das Präsidium übernahm Alice Copat.

Am 26.10.1969 feierte der Verein sein 50jähriges Jubiläum im Rest. Kreuzstrasse. Von den 26 Gründern waren deren 20 abwesend. Der Männerchor trat auf und ein Chor der aktiven Samariter sang das Samariterlied.

Einige Samariter stellten sich für das Rheumaschwimmen und den Zivilschutz jahrelang zur Verfügung. Im Jahr 1973 wagte sich der Verein mutig an die Durchführung der Blutspendeaktion. Mit damals 100 Spendern wurde sie ein voller Erfolg. Dies ist bis heute der Fall; der Anlass wird zweimal pro Jahr durchgeführt.

Nach 10jähriger Führung übergab Alice Copat ihr Amt an Claire Müller; die Samariterschar zählte damals 63 Aktive. Nach einem Samariterkurs im Jahre 1975 traten 15 Kursteilnehmer dem Verein bei, wodurch sich die Zahl der Aktiven auf 74 erhöhte. Nachfolgerin von Claire Müller wurde Käthi Briner. Es folgten einige Neuerungen und weitere Samariterlehrer wurden ausgebildet (Bruno Schwank, Hansruedi Graf, Walter Ruckstuhl, Käthi Graf).

Anni Ritzmann übergab nach 19 Jahren ihr Lehreramt an Anni Albiez, welche von 1983-1998 als Samariterlehrerin amtete und immer noch Aktivmitglied ist.

Anfang der 80er Jahre zog sich der Vereinsarzt zurück. Sein Sohn,

Dr. H.B. Stiefel sowie Dr. Sauer übernahmen die ärztliche Leitung des Samaritervereins.

Ingrid Hofmann übernahm das Präsidium von Käthi Briner für 4 Jahre. Dann kam die Aera Geri Giordano, die das Präsidialamt von 1988-1998 ausübte.

Im Jahre 1994 fand in der Wisenthalle die Kantonale Delegiertenver-sammlung statt. Heidi Rellstab konnte als Organisationspräsidentin einen vollen Erfolg verbuchen.

Geri Giordano übergab 1998 das Präsidialamt an Daniel Schmid. Nach 4 Jahren Tätigkeit als Aktuar, übernahm Urs Schenk im Jahr 2001 die Leitung des Vereins. An der Vereinsversammlung 2013, nach 5 Jahren Vizepräsidium, wurde Ursina Spörri als Präsidentin gewählt.